Sagoe palmfarn

Der Japanische Sagopalmfarn oder Japanische Palmfarn (Cycas revoluta) ist eine Art der Palmfarne mit bis zu 180 Zentimeter langen Laubblättern. Er ist der am häufigsten als Zierpflanze verwendete Palmfarn und wird beispielsweise auch in Gärten am Mittelmeer kultiviert. Sein natürliches Verbreitungsgebiet liegt jedoch in Japan, natürliche Bestände in China könnten inzwischen verschwunden sein.
Der Japanische Sagopalmfarn bildet einen bis zu 3 selten auch 8 Meter hohen Stamm, der einen Durchmesser von 45 Zentimeter und selten auch 95 Zentimeter erreichen kann. Die Stammborke ist schwarzgrau und schuppig. Die 40 bis 100 oder mehr Laubblätter sind einfach gefiedert, 70 bis 140 selten bis 180 Zentimeter lang und 20 bis 25 selten bis 28 Zentimeter breit. Sie sind tiefgrün und etwas glänzend. Der Blattstiel ist im Querschnitt mehr oder weniger viereckig, 10 bis 20 Zentimeter breit und zeigt 6 bis 18 Stacheln entlang jeder Seite. Die Blattspreite ist länglich-lanzettlich bis elliptisch-lanzettlich, im Querschnitt deutlich V-förmig und nach unten gebogen. Junge Blätter sind braun filzig behaart. Die Blättchen wachsen in 60 bis 150 Paaren in einem Winkel von 45°. Sie sind ausgewachsen nicht glauk, gerade oder mehr oder weniger sichelförmig gebogen, 10 bis 20 Zentimeter lang und 4 bis 7 Millimeter breit, ledrig und auf der Unterseite spärlich flaumig behaart. Die Blättchenbasis ist herablaufend, die Ränder stark nach unten eingerollt, das Ende zugespitzt und stechend. Die Niederblätter sind dreieckig, 4 bis 5 Zentimeter lang und 1,5 bis 2,3 Zentimeter breit, dicht filzig behaart und zugespitzt.


Der Japanische Sagopalmfarn ist zweihäusig. Die Pollenzapfen sind blassgelb, eiförmig-zylindrisch, 30 bis 60 Zentimeter lang und haben einen Durchmesser von 8 bis 15 Zentimetern. Die Mikrosporophylle sind schmal keilförmig, 3,5 bis 6 Zentimeter lang und 1,7 bis 2,5 Zentimeter breit. Die Megasporophylle der weiblichen Blüten sind gelb bis blassbraun, 14 bis 22 Zentimeter lang, dicht filzig behaart und haben einen 7 bis 12 Zentimeter langen Stiel. Die unfruchtbaren Blätter sind eiförmig bis schmal-eiförmig, 6 bis 11 Zentimeter lang und 4 bis 7 Zentimeter breit, tief geschlitzt mit 21 bis 35 1 bis 3 Zentimeter langen Lappen. Auf jeder Seite des Stiels werden zwei oder drei, dicht blassbraun und filzig behaarte Samenanlagen gebildet. Die meist zwei bis selten fünf Samen sind orangefarben bis rot, verkehrt eiförmig oder ellipsoid, etwas zusammengedrückt, ab 3 meist 4 bis 5 Zentimeter lang, 2,5 bis 3,5 Zentimeter breit und spärlich behaart. Sie haben eine fleischige Außenhaut, eine harte Mittelschicht und ein fleischig-mehliges Nährgewebe. Die Bestäubung erfolgt von Mai bis Juli, die Samen reifen von September bis Oktober. Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in Japan auf Kyūshū und den Ryūkyū-Inseln und in China in der Provinz Fujian. Man findet die Art in Japan von Meereshöhe bis in Höhen von 300 Metern.

Sie wächst meist auf steilen bis abschüssigen, steinigen Hängen auf Kalkstein-Klippen oder auf Felsen entlang der Küste, doch trat sie früher auch in flachen Gebieten auf, die inzwischen gerodet wurden. Man findet sie manchmal auch in niedrigen, dichten Wäldern an sehr schattigen Standorten. In China wächst der Japanische Sagopalmfarn in Dickichten meist auf vorgelagerten Inseln, seltener am Festland in 100 bis 500 Metern Höhe.
Der Japanische Sagopalmfarn ist aufgrund seines Aussehens, der Winterhärte und seiner Anpassungsfähigkeit die am häufigsten kultivierte Art der Palmfarne (Cycadales). Man findet ihn beispielsweise häufig als Zierpflanze in den Gärten am Mittelmeer. Alle Teile sind wie bei anderen Sagopalmfarnen giftig. Die Samen und der Stamm können jedoch durch Rösten und Auslaugen entgiftet werden und sind dann essbar. Die Blätter haben einen hohen Gehalt an Stickstoffverbindungen und werden auf den Ryūkyū-Inseln als Düngemittel verwendet. Getrocknete und häufig gefärbte Blätter werden zu Kränzen verarbeitet oder als Sargdekoration verwendet